Medienkompetenztag am AEG

19. Mai 2008

medienkompetenztag_2008_1.jpgInternet - aber sicher?!

Dass jeder, der sich im Internet bewegt, eine Nummer hat und somit Spuren hinterlässt, die, einmal hineingestellt, auf immer auffindbar sind, machte Tobias Fleming, Internetexperte aus der Jahrgangstufe 13, den Schülerinnen und Schülern klar. Das bedeute, sich gut zu überlegen, was man von sich im Netz preisgebe. In dem Workshop „Internet - aber sicher?!" ging es gerade darum: welche Gefahren lauern im Netz und wie muss ich mich verhalten, um sie zu umgehen. Dazu hatten die Sechstklässler die Möglichkeit, zum Beispiel die Sicherheit unterschiedlicher Passwörter zu überprüfen, bestimmte Internetseiten auf ihren Wahrheitsgehalt und damit ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen, alternative Suchmaschinen zu Google auszuprobieren und sich Tipps zum sicheren Surfen zu holen.

Dass sich Chatten in ICQ und Kwick bei Jugendlichen größter Beliebtheit erfreuen, ist nichts Neues. Dass man aber ganz schnell unfreiwillig Bekanntschaft mit so richtig Unangenehmen machen kann, hat so manch einen der Sechtsklässler überrascht. Punkt für Punkt ging Sören Michelsburg, ebenfalls aus der Klassenstufe 13, daher mit den Schülerinnen und Schülern Grundsätze durch, ohne die es beim Chatten nicht geht. Einer der wichtigsten ist sicher, niemals persönliche Daten wie Namen, Telefonnummer oder gar Adresse ins Netz zustellen. Sonst kann es einem ganz schnell gehen wie jenem Klaus aus dem Klicksafe-Spot „Wo ist Klaus?", der überraschend Besuch von allen möglichen Menschen bekommt, mit denen man eigentlich so ganz und gar nichts zu tun haben möchte.
Und: dass die Schülerinnen und Schüler die Finger von illegalem Material wie Gewaltdarstellungen oder Rechtsradikalismus lassen sollten, verstünde sich von selbst, mahnten Tobias Fleming und Sören Michelsburg, die sich trotz Abistress für ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler beim Medientag mächtig ins Zeug legten.

Für jüngere Schülerinnen und Schüler im Netz besuchenswert:

  • www.blindekuh.de: Gute Alternative zu Google, wenn ihr Informationen oder Bilder für den Unterricht sucht
  • www.klicksafe.de: versorgt euch mit Infos zu Internet, sicherem Surfen und Chatten, Handys etc.; sehenswert ist der Spot „Wo ist Klaus?"
  • www.passwortcheck.datenschutz.ch: gibt euch Tipps zum Erstellen eines sichern Passwortes; zum Überprüfen wie und ob ein Passwort sicher ist, bitte nie ein Passwort eingeben, das ihr momentan benutzt!

R. Meißner


medienkompetenztag_2008_2.jpgFarbgefühle - Gefühlte Farben

Hintergrund war die Annahme, dass reiner Medienkonsum die Absorption fremder Emotionen fördert und gleichzeitig die Entfaltung der lebenswichtigen eigenen Emotionen hemmt.

Die Doppelstunde „Farbgefühle - Gefühlte Farben" sollte einen Anstoß geben zur Förderung der eigenen Emotionen. Die wesenhafte Verknüpfung von Emotion und Sinnlichkeit führte zur Wahl des klassischen Farbmediums, also dazu, Farben nicht am Computer auszuwählen, sondern sie eigenhändig, eigensinnlich zu wählen, gegebenenfalls zu mischen und aufzutragen. Die Schülerinnen und Schüler versuchten ihren ganz eigenen farblichen Ausdruck zu finden für die vier Grundemotionen Freude, Trauer, Angst und Wut sowie für eine weitere Emotion ihrer Wahl.

Fragen zur anschließenden gemeinsamen Auswertung der entstandenen Farbgefühle und Gefühlten Farben:

  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich im farblichen Ausdruck von Gefühlen feststellen?
  • Welche Gefühle sehen die anderen beim Anblick des farblichen Ausdrucks des Gefühls meiner Wahl?
  • Sehen auch die anderen Hoffnung, wenn ich Hoffnung gemeint habe?
  • Warum drückt welche Farbe welche Emotion aus?

G. Knabben

Workshop "lol"

"Du sitzt mit deiner Schwester vor dem Fernseher bei deiner Lieblingssendung. Es ist 19 Uhr, dein Vater will dich zum Abendessen holen" oder: "Du sitzt seit fünf Stunden am PC. Dein Freund möchte etwas mit dir unternehmen" - wie könnte es in diesen Szenen weitergehen?
Welchen Einfluss haben die Medien auf unser zwischenmenschliches Zusammensein und auf unsere Kommunikation? Welche Möglichkeiten der Kommunikation bieten uns die neuen Medien und welche Grenzen setzen sie uns?
Im Workshop "lol" sollten die Schülerinnen und Schüler mit Rollenspielen für diese und ähnliche Fragen sensibilisiert und zur Reflektion ihres eigenen Umgangs mit Medien angeregt werden. Das Umformulieren eines Textes in verschiedene Textformen machte den Sechstklässlern klar: es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich meinen Frust per SMS, am Telefon oder in einem Brief zum Ausdruck bringe. Und: die modernen Medien prägen unser Leben und Zusammenleben ganz entscheidend.

M. Blank und M. Kreuzberger

 

Links: www.blindekuh.de und www.klicksafe.de und passwortcheck.datenschutz.ch


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Kategorie: Tagebuch